Antrag auf Pflegegrad

Um Leistungen von der Pflegeversicherung bzw. Pflegekasse beziehen zu können, ist die Feststellung eines Pflegegrads vorausgesetzt. Bis Ende 2016 mussten Hilfe- und Pflegebedürftige einen Antrag auf Pflegestufe stellen, um im Anschluss nach erfolgreicher MDK Begutachtung eine der drei Pflegestufen zu erhalten. 

 

Seit 2017 gilt es erfolgreich den Pflegegrad zu beantragen. Hierfür müssen Sie im ersten Schritt den Antrag auf Pflegegrad stellen. Im Anschluss meldet sich der MDK, der medizinische Dienst der Krankenkassen, per Post und schickt Ihnen einen Fragebogen zu, den sie ausgefüllt zurücksenden müssen. Für die finale Einstufung findet eine MDK Begutachtung statt, bei der ein Pflegegutachter den Grad der Selbständigkeit des Antragstellers überprüft - aufgrund der aktuellen Corona Einschränkungen findet die Begutachtung oftmals telefonisch statt. Auf der Basis des vom Pflegegutachter erstellten Pflegegutachtens entscheidet die Pflegekasse, welcher Pflegegrad anerkannt wird. Wenn Sie mit dem Ergebnis, das Ihnen als Pflegebescheid per Post zugeschickt wird, nicht zufrieden sind, sollten Sie unbedingt einen professionell begründeten Widerspruch einlegen.


Wir haben die Antworten auf Ihre Fragen.

Und helfen Ihnen den Pflegegrad zu bekommen, der Ihnen fair zusteht.


1. Kostenlose tel. Erstberatung

In einem kostenlosen telefonischen Erstgespräch mit unserem unabhängigen Pflegeberater erfahren Sie, wie wir Sie unterstützen können. Den Termin für das Beratungsgespräch können Sie frei wählen, wir richten uns ganz nach Ihnen.


2. Interview & Antrag

In einer zweiten Beratung ermittelt unser Experte in einem strukturierten Interview welcher Pflegegrad Ihnen zusteht. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, erstellt er im Anschluss eine professionelle Dokumentation für den Pflegeantrag.


3. Begleitung & Überprüfung 

Wenn Sie wünschen, begleiten wir Sie im Antragsverfahren, bereiten Sie auf den wichtigen MDK Termin vor und überprüfen den Bescheid der Kasse. Für weitere Fragen stehen wir die nächsten 6 Monate kostenlos zur Verfügung.



Oder haben Sie sofort wichtige Fragen zum Erstantrag, zur Höherstufung oder zum Widerspruch?

Wir beantworten erste Fragen kostenlos: 0800 13 23 455 / Wir sind KEINE Pflegekasse!!


Antrag Pflegegrad

Auf dieser Seite erklären wir Ihnen, wie / wer / wo / wann man den Antrag auf Pflegegrad stellt und geben Ihnen wichtige Tipps, damit Ihr Antrag nicht abgelehnt wird - jeder dritte Antrag wird in der Regel abgelehnt, der Großteil zu unrecht. Um einen der fünf Pflegegrade zu erhalten, gilt es bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Diese können Sie mit Hilfe unseres Pflegerechners überprüfen und in einem Pflegetagebuch dokumentieren. Pro Jahr unterstützen wir über 120.000 Ratsuchende bei der Beantragung und Durchsetzung eines fairen Pflegegrads. 



Wer stellt den Antrag auf Pflegegrad?

Der Antragsteller ist immer der Pflegebedürftige, nicht der Angehörige, und die Leistungen müssen von seiner Pflegekasse genehmigt werden. Wenn der Pflegebedürftige den Antrag nicht mehr selbst stellen kann, kann das ein Angehöriger machen.


Wie stelle ich den Antrag auf Pflegegrad?

Für die Einstufung in einen Pflegegrad muss der Antrag auf Pflegegrad gestellt werden. Wenn die Beantragung erfolgreich ist, haben Sie Ansprüche auf Leistungen der Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung, z.B. auf das monatliche Pflegegeld oder die monatliche Sachleistung.



Wann stell ich den Antrag auf Pflegegrad?

Es gilt, dass Leistungen von der Pflegekasse immer erst ab dem Monat, in dem der Antrag auf Pflegegrad gestellt wurde, erstattet werden. Dabei zählt der jeweilige Monat und somit kann bis zum 28./30./31. des Monats der Antrag gestellt werden. Wir empfehlen den Antrag zeitnah zu stellen, weil der Pflegegrad immer rückwirkend ab dem Tag der Antragstellung anerkannt wird.

Der Pflegebedürftige erhält dann Leistungen der Pflegeversicherung entsprechend dem festgestellten Pflegegrad.


Muster für den Pflegegrad-Antrag

Wenn Sie den Pflegeantrag noch heute stellen, erhalten Sie bei Anerkennung des Pflegegrads rückwirkend bis zum heutigen Tag Leistungen der Pflegekasse ausgezahlt. Laden Sie sich das Musterformular runter und ergänzen Sie den Pflegeantrag um vertrauliche Daten, unterschreiben ihn und schicken ihn an Ihre Pflegekasse.

Alternativ können Sie den Antrag auf Pflege auch direkt online über uns stellen.


Wo muss ich den Antrag auf Pflegegrad stellen?

Der Antrag auf Pflegegrad wird bei der Pflegekasse des pflegebedürftigen Antragstellers gestellt, die seiner Krankenkasse angegliedert ist. 

Ist der Pflegebedürftige zum Beispiel bei der Techniker Krankenkasse krankenversichert, so ist er auch bei der Techniker Krankenkasse pflegeversichert.

Wenn Sie die Anschrift der Pflegekasse nicht wissen, finden Sie hier weitere Infos: Pflegekassen.



Und was passiert, wenn der Antrag auf Pflegegrad abgelehnt wird?

Jeder dritte Pflegeantrag wird abgelehnt - 50 Prozent davon zu unrecht. Nutzen Sie Ihren gesetzlichen Anspruch und legen Sie einen gut begründeten Widerspruch ein. Hierfür haben Sie - sofern auf dem Gutachten oder Ablehnungsbescheid keine anderen Infos enthalten sind - vier Wochen Zeit. Sollte Ihr Widerspruch erneut abgelehnt und somit weiterhin kein Pflegegrad anerkannt werden, bleibt noch der Klageweg vor dem Sozialgericht. Dieser Weg kann unter Umständen jedoch teuer werden. Deshalb sollte dem Widerspruch eine professionelle Begründung beiliegen, die unsere unabhängigen Pflegeexperten für Sie erstellen können.


Pflegeantrag

Sie haben zwei Optionen, den Antrag auf Pflegegrad bei der Pflegekasse zu stellen: telefonisch oder schriftlich. Wir von PflegeVertrauen empfehlen den Pflegeantrag unbedingt schriftlich zu stellen und auf eine schriftliche Eingangsbestätigung zu achten. Nur in diesem Fall können Sie eindeutig nachweisen, wann der Antrag gestellt wurde. Die Eingangsbestätigung ist wichtig, da Sie bei Anerkennung des Pflegegrads alle Leistungen mindestens rückwirkend bis zum Tag des Antrags erstattet bekommen. Oft geht es um mehrere Tausend Euro. Eine schriftliche Bestätigung erhalten Sie sowohl bei einem postalischen Einschreiben als auch bei der Nutzung unseres Services "Antrag online stellen".

Pflegeantrag stellen

Je nachdem wie Sie den Pflegeantrag stellen, haben Sie verschiedene Vor- und Nachteile. Diese zeigen wir Ihnen nachfolgend auf. Zögern Sie auf alle Fälle nicht den Pflegeantrag zu stellen. Sie können diesen jederzeit und ohne Konsequenzen rückgängig machen, wenn Sie sich im Anschluss doch anders entscheiden. Bedenken Sie immer, dass der pflegebedürftige Angehörige bzw. Sie über die Sozialabgaben in die Pflegekasse eingezahlt haben und somit auch Anspruch auf die Unterstützungsleistungen haben.


Pflegekasse anrufen

  • eingeschränkte tel. Erreichbarkeit
  • ungewisse Wartezeit 
  • wenig Erfahrung auf Fachgebiet
  • nur Kosten für das Telefonat
  • keine schriftliche Bestätigung
  • hoher Stressfaktor
  • viel Ungewissheit 

Antrag online stellen

  • kein runterladen und kein drucken
  • Sie müssen nicht zur Post fahren
  • einfach ausfüllen: ca. 5 Min.
  • direkter Versand für nur 1,95 Euro
  • Sie erhalten von uns per E-Mail einen Versand-/Eingangsnachweis
  • komplett orts- und zeitunabhängig
  • entspannt & ohne Stress

Formlosen Antrag runterladen

  • ausdrucken, ausfüllen & abschicken
  • Adresse Ihrer Pflegekasse suchen
  • Kosten: Drucker, Porto für Einschreiben, Fahrzeit & Benzin
  • Warten auf Eingangsbestätigung
  • alles neben Job und Familie
  • aufwendig und stressig


Antrag Pflegegrad Formular

Für den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung müssen Sie einen Pflegeantrag stellen. Sofern Sie unseren Service "Antrag online stellen" nicht nutzen möchten, können Sie sich alternativ kostenlos unseren formlosen Antrag als PDF herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und die entsprechende Pflegekasse selbst postalisch versenden. So gehen Sie vor, wenn Sie den Antrag alleine stellen wollen:



Antrag auf Pflegestufe

Vom Jahr der Einführung der Pflegeversicherung in 1995 bis Ende 2016 wurden anerkannte Pflegebedürftige in drei Pflegestufen eingruppiert. Zu Januar 2017 wurde im Rahmen der Pflegereform der neue Begriff der Pflegebedürftigkeit eingeführt, nämlich die Pflegegrade. Fortan wird die Pflegebedürftigkeit nicht mehr in Minuten benötigter Unterstützungsleistungen und in der eingeschränkten Alltagskompetenz - Demenz - gemessen, sondern im Grad der Selbständigkeit. 

Antrag Pflegestufe Formular

Wie beim Antrag auf Pflegegrad musste auch die Pflegestufe beantragt werden. Auch dort konnten Sie den Antrag auf Pflegestufe über ein Formular stellen. Im Anschluss erfolgte die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse. In dem vom MDK Gutachter erstellten Pflegegutachten wurde eine Empfehlung über die Höhe der Pflegestufe für die Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung ausgesprochen. Schlussendlich erhielt der Antragsteller einen Bescheid, in dem er über die anerkannte Pflegestufe informiert wurde. Sofern keine Pflegestufe anerkannt wurde, erhielt der Antragsteller einen Ablehnungsbescheid.