Widerspruch gegen Pflegegrad

Fast jeder 3. Erstantrag auf Pflegegrad wird abgelehnt oder zu niedrig beschieden. Unsere Erfahrung zeigt, dass bei 50 Prozent der Ablehnungen der Pflegebedarf vom MDK falsch eingeschätzt wurde. Doch wie geht es nun weiter?

In der Regel haben Sie vier Wochen Zeit um einen Widerspruch einzulegen. Wenn Sie einen Neuantrag stellen, zählt nicht mehr das Datum des Erst- sondern des Neuantrags, wodurch Sie wertvolle Anspruchszeit und Leistungsansprüche verlieren.

 

Wir empfehlen Ihnen deshalb sich gegen den aus Ihrer Sicht fehlerhaften Bescheid zu wehren. Nutzen Sie die Möglichkeit des Gesetzgebers und fordern Sie Ihr Recht der erneuten Prüfung ein, immerhin geht es um die Finanzierung der Pflege und somit um mehrere (teilweise zehn-) tausende Euro pro Jahr.


Was passiert, wenn der Antrag auf Pflegegrad abgelehnt wird?

Im Jahr 2017 wurden ca. 1,5 Mio. Anträge gestellt. Eine Anerkennungsquote von 71% bedeutet, dass im Durchschnitt täglich über 800 Anträge abgelehnt werden. Sicherlich werden einige Anträge zu recht abgelehnt, sehr viele aber auch zu unrecht. Dieses gilt nicht nur für Erstanträge sondern auch für Anträge auf Höherstufung. 

 

Sofern nicht anders im Ablehnungsbescheid geregelt, haben Sie vier Wochen Zeit um den Widerspruch einzulegen. Diesen legen Sie bitte schriftlich durch Einschreiben mit Rückschein bei der für den Pflegebedürftigen zuständigen Pflegekasse ein. Ebenso fordern Sie die Zusendung des Gutachtens ein. Achten Sie darauf, dass der Pflegebedürftige selbst oder ein gesetzlicher Vertreter (Betreuer) den Widerspruch unterschreibt.

 

Auch beim Einlegen des Widerspruchs können leicht Fehler auftreten. Deshalb empfehlen wir, sich hierbei unterstützen zu lassen, damit Ihnen eine erneute Ablehnung erspart bleibt. Wir arbeiten mit auf Widersprüche spezialisierten Experten - unabhängiger Pflegesachverständiger und Rechtsanwältin - zusammen. Diese prüfen kostengünstig und schnell zunächst den Ablehnungsbescheid und das Gutachten und teilen Ihnen mit, wie die Aussicht auf Erfolg ist. 


Fehlerhaftes MDK Gutachten

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen erstellt ein Gutachten, das Grundlage für die bewilligten Leistungen ist. Wenn das Gutachten aus Ihrer Sicht fehlerhaft ist, müssen Sie jedoch nachweisen, dass der Pflegeaufwand zu gering ist. Damit Sie erfolgreich sind, sollte der Widerspruch deshalb gut begründet und der zweite Begutachtungstermin unbedingt umfangreich vorbereitet sein - nur dann stehen die Chancen für die Anerkennung des Pflegegrads gut. 

Widerspruch bei zu geringem Pflegegrad

Leider kommt es auch oft vor, dass ein zu geringer Pflegegrad anerkannt wird.

Dadurch stehen für die Versorgung und Pflege des Bedürftigen weniger finanzielle Mittel zur Verfügung. 

 

Beispiel: Wird Pflegegrad 1 anstelle von Pflegegrad 2 anerkannt, entgehen dem Antragsteller bei ambulanter Versorgung durch einen Angehörigen 3.792 Euro und bei Versorgung durch einen Pflegedienst sogar 8.268 Euro im Jahr.


Widerspruch einlegen

Dokumente genau lasen: Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie sich in Ruhe alle Unterlagen durch, die Sie von der Pflegekasse erhalten haben. Fehlt zum Beispiel noch das Pflegegutachten, fordern Sie dieses unbedingt zeitnah an.

 

Widerspruchsfrist beachten: Wenn keine andere Angabe auf dem Bescheid steht, haben Sie vier Wochen Zeit den Widerspruch einzulegen. Deshalb empfehlen wir Ihnen auch zeitnah nach dem Erhalt des Ablehnungsbescheids mit dem Widerspruch zu starten. So stellen Sie, dass Sie alles in Ruhe machen können und nicht in Stress geraten. 

 

Professionelle Unterstützung einholen: Die Pflegekasse und der MDK sind gegenüber Laien immer im Vorteil. Wir sorgen aber für Chancengleichheit, da wir mit Profis arbeiten. Unsere Experten prüfen den Ablehnungsbescheid und erstellen - wenn sie der Meinung sind, dass die Ablehnung falsch ist - für Sie einen begründeten Widerspruch. Diesen müssen Sie dann nur noch an die Pflegekasse schickst. Kosten? Für die Erstberatung und die Erstellung des vom Experten erstellen Widerspruchs zahlen Sie einmalig 150 Euro. Wenn wir den Widerspruch gewinnen, erhalten Sie eine rückwirkende Erstattung der Pflegekasse, hiervon erhalten wir einen prozentualen Anteil als zusätzliches Erfolgshonorar. 


Verschiedene Vorgehen mit den Vor- und Nachteilen

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Sie nach dem Erhalt des Ablehnungsbescheids Widerspruch einlegen, vorgehen können. Um weiterhin den Anspruch auf die Leistungen ab dem Datum des Erstantrags zu wahren, achten Sie bitte unbedingt auf die Frist im Ablehnungsbescheid. Im Prinzip können Sie formlos widersprechen. Wir raten Ihnen aber zum professionellen Widerspruch mit detaillierter und fachmännischer Begründung. Nachfolgend finden Sie Vor- und Nachteile der Varianten:

Auf eigene Faust

  • wenig Erfahrung auf Fachgebiet
  • viel Papierkram
  • alles alleine neben Job & Familie
  • viel persönlicher Stress
  • ungewisse Erfolgschance
  • kostenlos bis auf Porto
  • Fazit: aufwendig & viel Stress 

Mit unserer Hilfe  

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Durch Dritte 

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