Widerspruch Pflegegrad

  • Fast jeder 3. Erstantrag auf Pflegegrad wird abgelehnt oder zu niedrig beschieden.
  • Unsere Erfahrung zeigt, dass bei 50 Prozent der Ablehnungen der Pflegebedarf vom MDK falsch eingeschätzt wurde.
  • In der Regel haben Sie vier Wochen Zeit um einen Widerspruch einzulegen. Wenn Sie einen Neuantrag stellen, zählt nicht mehr das Datum des Erst- sondern des Neuantrags, wodurch Sie wertvolle Anspruchszeit und Leistungsansprüche verlieren.
  • Wir empfehlen Ihnen deshalb sich gegen den aus Ihrer Sicht fehlerhaften Bescheid zu wehren.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit des Gesetzgebers und fordern Sie Ihr Recht der erneuten Prüfung ein, immerhin geht es um die Finanzierung der Pflege und somit um mehrere teilweise zehntausende Euro pro Jahr.

Pflegegrad Widerspruch einlegen

Dokumente lesen bzw. anfordern: Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie sich in Ruhe alle Unterlagen durch, die Sie von der Pflegekasse erhalten haben. Fehlt zum Beispiel noch das Pflegegutachten, fordern Sie dieses unbedingt zeitnah an.

 

Fehlerhafte Einschätzung: Der Medizinische Dienst der Krankenkassen erstellt bei gesetzlich Versicherten und MedicProof bei privat Versicherten ein Pflegegutachten, das Grundlage für die Anerkennung des Pflegegrads ist. Wenn das Gutachten aus Ihrer Sicht fehlerhaft ist, müssen Sie nachweisen, dass der Pflegeaufwand fehlerhaft beurteilt wurde. Damit Sie erfolgreich sind, muss der Widerspruch deshalb pflegefachlich begründet und der zweite Begutachtungstermin unbedingt umfangreich vorbereitet sein - nur dann stehen die Chancen für die Anerkennung des Pflegegrads gut. 

 

Widerspruchsfrist beachten: Sofern nicht anders im Ablehnungsbescheid geregelt, haben Sie vier Wochen Zeit um den Widerspruch einzulegen. Deshalb empfehlen wir Ihnen auch zeitnah nach dem Erhalt des Ablehnungsbescheids mit dem Widerspruch zu starten. So stellen Sie, dass Sie alles in Ruhe machen können und nicht in Stress geraten. 

 

Pflegefachliche Begründung erstellen: Ihre Chancen auf einen erfolgreichen Widerspruch sind am größten, wenn Sie mit einer pflegefachlichen Begründung gegen die Ablehnung vorgehen. Ohne pflegefachliche Erfahrung gilt, dass die Pflegekasse und der MDK gegenüber Pflege-Laien immer im Vorteil sind. Deshalb empfehlen wir Ihnen sich von einem Pflegesachverständigen beraten zu lassen, damit im Widerspruchsverfahren Chancengleichheit besteht und Sie einen fairen Pflegegrad anerkannt bekommen.


Widerspruch Pflegegrad Muster

Pflegegradwiderspruch

Zunächst sollten Sie einen formlosen Widerspruch einlegen: drucken Sie sich die Mustervorlage aus, tragen Sie die notwendigen Informationen ein und übermitteln Sie den Widerspruch bitte auf alle Fälle schriftlich durch Einschreiben mit Rückschein - oder über Widerspruch online stellen - an die für den Pflegebedürftigen zuständige Pflegekasse. Achten Sie darauf, dass der Pflegebedürftige selbst oder ein gesetzlicher Vertreter (Betreuer) den Widerspruch unterschreibt.

Pflegegrad Widerspruch Erfolgsaussichten

Pro Jahr werden bis zu 2,5 Mio. Anträge auf Pflegeleistungen gestellt. Eine Anerkennungsquote von 66% bedeutet, dass im Durchschnitt täglich über 2.200 Antrage abgelehnt werden. Sicherlich werden einige Anträge zu recht abgelehnt, sehr viele aber auch zu unrecht. Dieses gilt nicht nur für Erstanträge sondern auch für Anträge auf Höherstufung. Ihre Erfolgsaussichten stehen gut, wenn Sie sich professionelle Unterstützung nehmen. Wenn Sie den Widerspruch alleine einlegen und der Antrag erneut abgelehnt wird, bleibt Ihnen nur noch der gerichtliche Klageweg.

Widerspruch Pflegegrad Begründung

Auch beim Einlegen des Widerspruchs - insbesondere bei der fachlichen Begründung - können leicht Fehler auftreten. Deshalb empfehlen wir, dass Sie sich professionell unterstützen lassen, damit Ihnen eine erneute Ablehnung erspart bleibt. Wir arbeiten mit zahlreichen spezialisierten Pflegesachverständige und Rechtsanwälten zusammen. Diese prüfen kostengünstig und schnell sowohl den Ablehnungsbescheid als auch das Pflegegutachten und teilen Ihnen mit, wie Ihre Aussicht auf Erfolg ist. Wenn Sie die Hilfe annehmen, wird im zweiten Schritt eine professionelle pflegefachliche Begründung erstellt und an die Pflegekasse übermittelt.

Wie lange dauert ein Widerspruch beim MDK?

Die Dauer, wie lange der MDK für einen Widerspruch braucht, hängt von Fall zu Fall ab. Je professioneller das Vorgehen jedoch ist, desto schneller wird in der Regel geantwortet und die Einstufung vorangetrieben. Unsere Erfahrung zeigt, dass Widersprüche, bei denen unser unabhängiger Pflegesachverständige und unsere Rechtsanwältin mitwirken, deutlich schneller bearbeitet werden als diejenigen, bei denen sich der Antragsteller alleine versucht gegen einen aus ihrer Sicht unfairen Bescheid zu wehren.


Widerspruch gegen Pflegegrad: verschiedene Vorgehen mit Vor- und Nachteilen

Leider kommt es auch oft vor, dass ein zu geringer Pflegegrad anerkannt wird. Dadurch stehen für die Versorgung und Pflege des Bedürftigen weniger finanzielle Mittel zur Verfügung. Es gibt einige Möglichkeiten, wie Sie nach Erhalt des Ablehnungsbescheids Widerspruch einlegen, vorgehen können. Unsere Experten prüfen den Ablehnungsbescheid und erstellen - wenn die Ablehnung falsch ist - für Sie einen fachlich begründeten Widerspruch.

Verpasste Pflegeleistungen bei falschem Pflegegrad

Beispiel: Wird Pflegegrad 1 anstelle von Pflegegrad 2 anerkannt, entgehen dem Antragsteller bei ambulanter Versorgung durch einen Angehörigen 3.792 Euro und bei Versorgung durch einen Pflegedienst sogar 8.268 Euro im Jahr.


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