Pflegegrad 2

Pflegegrad 2 ersetzt zukünftig die Pflegestufe 1 (ohne eingeschränkte Alltagskompetenz). Pflege- und hilfebedürftige Personen wurden in Pflegestufe 1 eingestuft, wenn sie täglich sowohl mindestens einmal Hilfe bei Verrichtungen aus dem Bereich "Körperpflege, Ernährung und Mobilität" benötigten als auch durchschnittlich jeweils 45 Minuten Hilfe in den Bereichen der Grundpflege und Hauswirtschaft. Sie fragen sich, ob Sie wirklich 90 Minuten am Tag die pflegebedürftige Person unterstützen? Viele pflegende Angehörige unterschätzen den Aufwand, den Sie täglich körperlich und zeitlich leisten. Um den exakten Zeitaufwand zu messen, empfiehlt es sich ein Pflegetagebuch zu führen, in welchem Sie genau auflisten, wie lange und wie oft Sie dem pflegebedürftigen Angehörigen Hilfe leisten.

Pflegegrad 2 Voraussetzungen

Die Voraussetzung für Pflegegrad 2 soll zukünftig all jener erfüllen, der täglich 8 bis 127 Minuten Unterstützung bei der Grundpflege, weniger als 6 Stunden am Tag begleitet werden muss und bis zu 12 Mal täglich psychosoziale Unterstützung bzw. maximal 1 Mal nächtliche Hilfe benötigt. Nachfolgende Tabelle zeigt alle Zahlen noch einmal auf einen Blick.

Pflegegrad Grundpflege in Min. Psychosoziale Unterstützung Nächtliche Hilfen Präsenz tagsüber
Pflegegrad 2 30 bis 127 bis 1 x täglich 0 bis 1 Mal nein
Pflegegrad 2 bei eA* 8 bis 58 2 bis 12 x täglich nein weniger als 6 Stunden

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um erste Richtwerte, die zur Zeit auf ihre Praktikabilität getestet werden. 

eA=eingeschränkte Alltagskompetenz


Pflegegrad 2 beantragen

Mit der Anerkennung des Pflegegrad 2 hat die pflegebedürftige Personen Anspruch auf Leistungen der Pflegekassen. In den vergangenen Jahren lehnten Pflegekassen jeden 3. Antrag auf Pflegestufe ab. Häufig liegt die Ablehnung an formellen Gründen, die der Antragsteller nicht wusste, nicht beachtet oder falsch gemacht hat. Damit Ihnen das nicht passiert, raten wir Ihnen, sich einen unabhängigen Pflegeberater an die Seite zu holen. Wir haben für Sie weiteren Informationen zum Antrag auf Pflegegrad 2 zusammengestellt. 


Gerne schicken wir Ihnen den formlosen Antrag und weitere Tipps auch regelmäßige per Mail zu.

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Pflegegrad 2 Leistungen

Wenn die Pflegebedürftigkeit des Antragstellers als Pflegegrad 2 anerkannt wird, hat er verschiedene Ansprüche auf Leistungen. Die genaue finanzielle Höhe wird in der nachfolgenden Tabelle aufgezeigt.

Leistungsanspruch bei Pflegegrad 2 Leistungshöhe pro Monat in 2018
Pflegegeld für häusliche Pflege 316 €

Pflegesachleistungen für häusliche Pflege

689 €

kostenlose Pflegehilfsmittel

40€

Verhinderungspflege (*)

1.612 € 

Teilstationäre Leistung der Tages-/Nachtpflege

468€

Kurzzeitpflege (**)

1.612 €

Betreute Wohngruppen

205€

Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen (***)

4.000 €

Vollstationäre Pflege

770 €

* Kosten einer notwendigen Ersatzpflege (Ersatzpflege bis zu 6 Wochen)

** Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen

*** bis 16.000 € wenn mehrere Anspruchsberechtigte zusammen wohnen


Antrag auf Pflegegrad 2

Wir arbeiten deutschlandweit mit über 250 unabhängigen 

Pflegeberatern zusammen. Im Gegensatz zu abhängigen Pflegeberatern, z.B. von Pflegekassen, können sich unsere komplett für Ihr Wohl einsetzen. Stellen Sie deshalb gemeinsam mit einem unabhängigen Pflegeberater den Antrag auf Pflegegrad 2.

Widerspruch bei Pflegegrad 2

Wussten Sie, dass mehr als 25% aller Anträge Pflegekassen übergreifend abgelehnt werden? Damit Ihre Ansprüche auch nach Ablehnung gewahrt bleiben, empfehlen wir Ihnen Widerspruch einzulegen. Wenn Sie einen Neuantrag stellen, verlieren Sie wertvolle Anspruchszeit und somit Leistungsansprüche. Wir unterstützen Sie beim Widerspruch einlegen: professionell, kostengünstig und schnell. 



Erfolgreich Pflegegrad beantragen 

 

In unserem kompakten Ratgeber zeigen wir Schritt für Schritt auf, wie Sie auch ohne professionelle Unterstützung erfolgreich den Pflegegrad beantragen. Darüber hinaus machen wir Sie auf Ihre Leistungsansprüche aufmerksam, die für Ratsuchende am Anfang sonst schwer zu überblicken sind. Das Gute: Alle Kosten, die für die Inanspruchnahme der Leistungen entstehen, werden von der Pflegekasse getragen. Mitunter handelt es sich um einige hundert Euro im Monat, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.