Kurzzeitpflege

Bei der Kurzzeitpflege wird die Betreuung und Pflege des Pflegebedürftigen für eine gewisse Zeit in einer vollstationären Pflegeeinrichtung (Pflege- oder Altenheim) durchgeführt. In Anspruch genommen werden kann die Kurzzeitpflege, sobald die Versorgung in der Häuslichkeit vorübergehend nicht mehr ausreichend sichergestellt werden kann. Dieses kann der Fall sein, wenn der pflegende Angehörige erkrankt oder aber selbst eine Auszeit - z.B. mit Urlaub - benötigt. Generell besteht der Anspruch, wenn die häusliche Pflege nach einem Aufenthalt im Krankenhaus erst organisiert werden muss, sich die Pflegesituation akut verändert, Urlaub oder Krankheit des pflegenden Angehörigen oder sich eine Krisensituation bei der Pflegeperson ergibt.


Anspruch, Dauer und Höhe der Kurzzeitpflege

Ähnlich wie die Verhinderungspflege muss auch die Kurzzeitpflege bei der Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung beantrag werden. Wenn die Versorgung des Pflegebedürftigkeit in der Häuslichkeit oder teilstationären Pflege nicht mehr sichergestellt werden kann, besteht Anspruch vollstationäre Kurzzeitpflege für maximal acht Wochen pro Jahr in Anspruch zu nehmen. Für diesen Zeitraum für Grund- und Behandlungsleistungen (Ernährung, Körperpflege, Mobilität etc.) 1.612 Euro als Leistung von der Pflegeversicherung zur Verfügung. Da die Kosten aber höher sind, bleibt ein Eigenanteil noch offen, der vom Pflegebedürftigen oder dessen Angehörigen übernommen werden muss.

 

Sofern allerdings keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen wird, kann der Betrag für Kurzzeitpflege verdoppelt werden, sodass 3.224 Euro für die Kurzzeitpflege für acht Wochen bzw. 56 Tage im Jahr zur Verfügung stehen. Während dieser Zeit wird wie bei der Verhinderungspflege auch bei der Kurzzeitpflege maximal acht Wochen das Pflegegeld zur Hälfte weiter an den Pflegebedürftigen ausgezahlt. 


Kurzzeitpflege beantragen

Um Kurzzeitpflege nutzen zu können, muss ein Antrag gestellt werden, wie bei der Verhinderungspflege. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

 

Den Antrag müssen Sie bei der Pflegeversicherung des Pflegebedürftigen einreichen. ...

 

Kontaktieren Sie dazu einfach die entsprechende Pflegekasse oder lassen Sie sich unabhängig beraten. 

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