Pflegegeld

Im Antrag auf Anerkennung der Pflegebedürftigkeit wählt der Antragsteller zwischen den zwei Leistungsmöglichkeiten der Pflegekasse aus: Pflegegeld oder Pflegesachleistung. Liegt ein Pflegegrad vor und wird der Betroffene von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn zu Hause versorgt, hat er einen Anspruch auf Pflegegeld. Deutschlandweit werden mehr als 50 Prozent aller Hilfs- und Pflegebedürftigen in ihrer Häuslichkeit ausschließlich von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn versorgt und beziehen somit alle Pflegegeld.

Teilen sich Angehörige und ein ambulanter Pflegedienst die Versorgung, so bezieht der anerkannte Pflegebedürftige eine Kombination aus Pflegesachleistungen und Pflegegeld. 

Die Auszahlung des Pflegegelds erfolgt am Monatsanfang und kann nach eigenem Ermessen vom Leistungsberechtigten verwendet bzw. weitergegeben werden. Einige Pflegebedürftige entscheiden sich dazu, das Pflegegeld an die ihn betreuenden Personen als Zeichen der Anerkennung weiterzugeben. 

Vom Gesetzgeber ist vorgeschrieben, dass bei Bezug von Pflegegeld eine regelmäßige und pflegefachliche Beratung in Anspruch genommen werden muss. Damit soll sichergestellt werden, dass die Qualität der häuslichen Pflege ausreichend ist, gleichzeitig dient die Beratung aber auch Pflegenden Hilfestellung geben zu können.


Pflegegeld beantragen

Für die Finanzierung der Pflege ist die erfolgreiche Anerkennung der Pflegebedürftigkeit der Dreh- und Angelpunkt. Sobald Sie Unterstützungsbedarf absehen können, empfehlen wir zeitnah das Pflegegeld zu beantragen. Nur dann können Sie so schnell wie möglich finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse erhalten. Laden Sie unseren formlosen Antrag herunter, ergänzen Sie im Dokument die Angaben und legen Sie benötigte Unterlagen bei. Da die Pflegekassen im Durchschnitt leider jeden dritten Antrag auf Pflegegrad ablehnen, ist eine gute Vorbereitung und unabhängige Pflegeberatung sehr viel wert. Nur so sparen Sie Zeit und Nerven. Die Einstufung in einen falschen Pflegegrad kostet Sie schnell mehrere Tausend Euro.

Gerne schicken wir Ihnen den formlosen Antrag und regelmäßig weitere Tipps gerne per Mail zu.

Download
Formlosen Antrag runterladen
Formloser_Antrag_Pflegegeld.pdf
Adobe Acrobat Dokument 184.9 KB

Pflegegeld berechnen

Da Sie verschiedene Kombinationsmöglichkeiten der Inanspruchnahme von finanziellen Ansprüchen haben, empfehlen wir die Beratung durch einen unabhängigen Pflegeberater. Dieser unterstützt Sie sowohl beim Antrag als auch der anschließenden Optimierung der Ansprüche, somit können Sie sicherstellen, dass das Pflegegeld richtig berechnet wird. 

 

Den Antrag auf Pflegegeld zu stellen ist mit Unterstützung unserer Pflegeberater unproblematisch. Wichtig ist für diesen Vorgang:

  1. Alle notwendigen Dokumente zusammenzustellen.
  2. Einen rechtskräftigen Antrag formulieren.
  3. Den MDK Besuch gut vorbereiten.
  4. Die Prüfung des medizinischen Dienstes der Krankenkassen absolvieren.
  5. Anerkennung: Ansprüche optimieren
    Ablehnung: Widerspruch einlegen

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.



Pflegegeld 2019 Tabelle

Das Pflegegeld ist je nach Pflegegrad gestaffelt und steigt an, je höher der anerkannte Pflegegrad ist. Die monatliche Auszahlung des Pflegegelds ist wie folgt je Pflegegrad: 

Pflegegrad Pflegegeld
Pflegegrad 1 0 Euro 
Pflegegrad 2 316 Euro
Pflegegrad 3 545 Euro
Pflegegrad 4 728 Euro
Pflegegrad 5 901 Euro

Kombination Pflegegeld

Etwa ein Viertel aller Pflegebedürftigen werden sowohl von Familienmitgliedern als auch von einem professionellen ambulanten Pflegedienst betreut und im Alter versorgt. Aus diesem Grund bietet der Gesetzgeber eine Kombination aus Pflegesachleistung und Pflegegeld an. Nutzen Sie beispielsweise nur 20 Prozent der Pflegesachleistungen, können Sie sich zusätzlich noch 80 Prozent des Pflegegelds auszahlen lassen. Alternativ können bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistung auch für Entlastungsangebote (Haushaltshilfen, ehrenamtliche Hilfsdienste oder Gruppenangebote) genutzt werden. 

 

Während einer Kurzzeitpflege für bis zu 8 Wochen und einer Verhinderungspflege von bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr werden 50 Prozent des bisher bezogenen Pflegegelds ausgezahlt.

Beratungseinsatz in der häuslichen Pflege nach § 37 SGB XI Absatz 3

Für den verpflichtenden Beratungseinsatz steht Beziehern von Pflegegrad 1, 2 und 3 23 Euro und von Pflegegrad 4 und 5 33 Euro zur Verfügung. Bezieher von Pflegegrad 1 und von Pflegesachleistungen können, müssen aber keine Beratung in Anspruch nehmen. 

 

Die Häufigkeit der Beratungen hängt vom Pflegegrad ab, den die pflegebedürftige Person bezieht. Bei den Pflegegraden 2 und 3 ist ein halbjährlicher Rhythmus vorgeschrieben, bei Pflegegrad 4 und 5 ein vierteljährlicher. Grundlage ist immer das Kalenderjahr.