Pflegegrad 1

Die fünf Pflegegrade ersetzen seit der Umsetzung des zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) zum 1.1.2017 die drei Pflegestufen. Nach der Pflegerefom wird die Pflegestufe 0 vom Pflegegrad 1 abgelöst.

Damit eine Person in einen Pflegegrad eingestuft wird und Leistungen der Pflegeversicherung erhält, muss sie Unterstützungsleistungen zum Beispiel im Bereich der Grundpflege beziehen.

Anstelle der körperlichen Unterstützung brauchen jedoch auch viele Pflegebedürftige Beaufsichtigung und Betreuung, insbesondere Personen mit geistiger Behinderung, psychischer Erkrankung oder aber Demenz. Im neuen Begutachtungsassesment (NBA) wird fortan ebenfalls die eingeschränkte Alltagskompetenz überprüft.

Pflegegrad 1 Voraussetzungen

Die Voraussetzung für dessen Anerkennung sollen zukünftig all diejenigen erfüllen, die täglich 27-60 Minuten Unterstützung bei der Grundpflege und mindestens ein Mal täglich psychosoziale Unterstützung benötigen.

Pflegegrad Grundpflege in Min. Psychosoziale Unterstützung Nächtliche Hilfen Präsenz tagsüber
Pflegegrad 1 27 bis 60 bis 1 x täglich nein nein

Pflegegrad 1 beantragen

Der Pflegegrad 1 ist der niedrigste anerkannte Grad der Pflegebedürftigkeit. Nach erfolgreicher Anerkennung der eingeschränkten Alltagskompetenz hat die pflegebedürftige Personen Anspruch auf Leistungen, z.B. Pflegegeld und Pflegesachleistungen, der Pflegeversicherung.

Zur Zeit lehnen die Pflegeversicherungen jeden 3. Antrag ab. Häufige Ablehnungsgründe sind formeller Art, die der Antragsteller nicht wusste, nicht beachtet oder falsch gemacht hat. Damit Ihnen das nicht passiert, empfehlen wir Ihnen sich gute Infos einzuholen, zum Beispiel unseren Pflegegrad Ratgeber.


Gerne schicken wir Ihnen den formlosen Antrag und weitere Tipps auch regelmäßige per Mail zu.

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Pflegegrad 1 Leistungen

Mit der Anerkennung erhält der Pflegebedürftige Leistungsansprüche auf Pflegegeld und Pflegesachleistungen.

Anerkannte Pflegebedürftige in Pflegegrad 1 erhalten folgende Leistungen:

Leistungsanspruch bei Pflegegrad 1 Leistung pro Monat in 2018
Pflegegeld für häusliche Pflege -

Pflegesachleistung für häusliche Pflege

-

Pflegehilfsmittel Pflegegrad 1

40 €

Verhinderungspflege

1.612 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege (bis zu 6 Wochen)

Teilstationäre Leistung der Tages-/Nachtpflege

213 €

Kurzzeitpflege

1.612 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen

Betreute Wohngruppen

205 €

wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

4.000 € (bis 16.000 € wenn mehrere Berechtigte zusammen wohnen)

Vollstationäre Pflege

125 €

Pflegegrad 1 wird denjenigen zugesprochen, die einer geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit unterliegen und die bei der Pflegebegutachtung auf 12,5 bis 27 Punkte kommen. Pflegebedürftige erhalten somit Leistungen zur Sicherstellung und Gewährleistung der häuslichen Versorgung:

  • Pflegeberatung
  • Pflegehilfsmittel
  • finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung ihres Wohnumfeldes
  • Leistungen in betreuten Wohngruppen
  • 125 € für ambulante Entlastungs- und Betreuungsleistungen

Sofern der Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 in stationärer Betreuung versorgt wird, erhält er von der Pflegekasse 125 € monatlich. Für sämtliche darüber hinaus anfallenden Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Pflege und anteilige Investitionskosten des Heimes muss er selbst aufkommen.


Antrag Pflegegrad 1

Laut BARMER GEK Pflegereport 2013 können Sie die Ablehnungsquote Ihres Pflegeantrags durch die persönliche Begleitung und inhaltliche Vorbereitung eines erfahrenen Pflegeberaters um bis zu 30 Prozent senken. Stellen Sie also gemeinsam mit einem unabhängigen Pflegeberater den Antrag auf Pflegegrad 1. Nehmen Sie die unabhängige Pflegeberatung in Anspruch - wir arbeiten deutschlandweit mit Pflegeberatern zusammen. Oder besuchen Sie unseren Online Pflegekurs.

Widerspruch bei Pflegegrad 1

Mehr als jeder vierte Antrag wird Pflegekassen übergreifend abgelehnt, einige zurecht, andere zu unrecht. Nutzen Sie die Möglichkeit Widerspruch einzulegen, damit die Ansprüche gewahrt bleiben. Bei einem Neuantrag verlieren Sie Anspruchszeit und somit Leistungsansprüche. Wir unterstützen Sie beim Pflegegrad Widerspruch : professionell, kostengünstig und schnell. 




Erfolgreich zum Pflegegrad

 

In unserem kompakten Pflegegrad Ratgeber zeigen wir Schritt für Schritt auf, wie Sie auch ohne professionelle Unterstützung erfolgreich den Pflegegrad beantragen. Darüber hinaus machen wir Sie auf Ihre Leistungsansprüche aufmerksam, die für Ratsuchende am Anfang sonst schwer zu überblicken sind. Das Gute: Alle Kosten, die für die Inanspruchnahme der Leistungen entstehen, werden von der Pflegekasse getragen. Mitunter handelt es sich um einige hundert Euro im Monat, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.