Wohngemeinschaften

Was unterscheidet die  Wohngemeinschaften von den anderen Wohnformen?

Grundsätzlich ist die Wohngemeinschaft (kurz: WG) als alternative Wohnform den bereits bekannten WGs ähnlich. Beispielsweise hört man oft von Studenten-WGs. Aber bei einer Wohngemeinschaft gibt es einige Vorteile, die man auch unabhängig vom Alter zu schätzen weiß.


So ist eine Wohngemeinschaft meist günstiger als eine Wohnung alleine zu mieten und zu unterhalten, da man sich die Kosten teilt. Außerdem stehen mit den Mitbewohnern immer soziale Kontakte zur Verfügung. Gemeinschaftsräume können zum gemeinsamen Verweilen einladen. Das ist auch der wohl wichtigste Punkt: man ist nicht alleine. Wohngemeinschaften können so vor befürchteter Vereinsamung schützen. Sei es ob man als Ehepaar, Witwe oder Witwer oder Alleinstehender in eine WG zieht: man kann ohne Umstände gemeinsam Unternehmungen machen. Außerdem unterstützen sich die Bewohner gegenseitig im Alltag.


Für wen eignen sich Wohngemeinschaften?
Wohngemeinschaften eignen sich besonders für Menschen, die im Alter nicht allein leben wollen.  Und agile Menschen mit Lust an gemeinsamen Unternehmungen fühlen sich in Wohngemeinschaften besonders wohl.
Hierbei gilt jedoch zu beachten, dass unterschiedlichen Wohngemeinschaften auch ganz unterschiedliche Regelungen und Ideen haben. Es stecken unterschiedliche Konzepte und damit auch unterschiedliche Kosten hinter den jeweiligen Angeboten. Dies liegt vor allem an  der Organisation der Wohngemeinschaften.


Wer organisiert eine solche Wohngemeinschaft?
Besonders in bevölkerungsreichen Gebieten, wie beispielsweise Großstädten, gibt es immer mehr Wohngemeinschaften. Diese werden sowohl privat als auch von Dienstleistern organisiert.


Unter den privaten  Wohngemeinschaften findet man viele, die sich aus eigenem Interesse zusammengefunden haben. Das kann beispielsweise ein Bekannten- oder Freundeskreis sein, der seine Lebensform im Alter selbst bestimmen will. Unter Umständen haben diese dann das Haus, in dem sich die Wohngemeinschaft befindet, selbst gebaut, zumindest aber ausgesucht und  dann räumlich und von der Einrichtung an die Bedürfnisse im Alter angepasst.
In einer privaten Wohngemeinschaft herrschen entsprechend die Regeln, die sich die Bewohner selbst gegeben haben. Die Bewohner unterstützen sich aufgrund der engen Bekanntschaft sehr stark untereinander. Aber sie können auch professionelle Unterstützung von sogenannten Präsenzkräften erhalten und pflegerische oder auch hauswirtschaftliche Unterstützung bei Fachkräften einkaufen. Zusätzlich können Sie Leistungen vom Pflegedienst gemeinsam in Anspruch nehmen – das spart dann oftmals Zeit und Geld, das wiederum für weitere Leistungen genutzt werden kann. Man spricht bei dem Zusammenlegen von Leistungen vom sogenannten „poolen“ dieser .


Alternativ gibt es auch viele Wohngemeinschaften, die von Dienstleistern gegründet wurden. Hier kennen sich die Bewohner zuvor nicht, sondern suchen vielmehr eine alternative Unterbringung zur stationären Versorgung im Heim. Diese sind häufig direkt auf eventuelle Pflege- und Hilfebedürftigkeit ausgerichtet. Solche WGs von Pflegebedürftigen werden häufig von Pflegediensten oder Pflegeheimen betrieben und haben ein wirtschaftliches Interesse. Es lassen sich dann leicht Leistungen vom Pflegebedienst oder –heim „hinzubuchen“, sobald sie nötig werden sollten. Entscheidungen werden dann bei Bewohner- bzw. Mietversammlungen getroffen. Dort hat man als Angehöriger auch die Möglichkeit mitzubestimmen. Weitere Informationen zu professionell begleiteten Wohnformen finden Sie im Artikel zum betreuten Wohnen.


Gibt es Förderungen für Wohngemeinschaften?
Ja, es gibt Förderungen. Diese sind jedoch  auf die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen zugeschnitten. So gibt es beispielsweise bei der Neugründung einer Wohngemeinschaft eine Anschubfinanzierung von 2.500€ pro Pflegebedürftigem (maximal: 10.000€ pro Wohngemeinschaft).
Außerdem finanziert die Pflegekasse Umbaumaßnahmen in der Wohnung. Hier wird die Wohnraumanpassung   auf das gemeinsame Wohnumfeld gerechnet.  Die Förderung ist jedoch auf 10.228€ (das entspricht vier Mal der Pauschale von 2.557 €) gedeckelt.
Unter bestimmten Umständen gibt es außerdem 200€ monatlich als pauschalen Zuschlag pro Bewohner, um die Organisation zu regeln.


Zusammengefasst:
-    Besonders für Menschen, die im Alter nicht allein sein wollen, lohnt es sich, über das Zusammenleben in 

      Wohngemeinschaften nachzudenken.
-    Jede Wohngemeinschaft ist unterschiedlich. Sowohl in der Ausgestaltung des Lebens als auch in den Kosten.

 

Neben der Wohnform der Wohngemeinschaft gibt es noch die des betreuten Wohnens und Mehrgenerationenhäuser.


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